In technischer Hinsicht sind Animationen zeitliche Abfolgen von Bildern. Es lassen sich zwei verschiedene Typen unterscheiden:
- Animationsfilme (die Abfolge der Bilder ist festgelegt)
- Interaktive Animationen (die Abfolge der Bilder ist nicht festgelegt)
Es gibt zahlreiche Genres mit teils überlappenden Eigenschaften. Beispiele sind Cartoons, 3D-Animationen, Simulationen (2D/3D), Stop-Motion, Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Spiele.
Didaktische Animationen dienen dazu, kritische Faktoren beim Lernen auszuschalten. Mangelnde Anschaulichkeit ist ein wiederkehrendes Problem, nicht nur in der Technik.
Animationen können den fehlenden Kontext kompensieren. Aufgrund der Zeitdimension ist z. B. das Verhalten technischer Systeme unmittelbar darstellbar. Der Bremsweg eines Autos in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit ist mathematisch beschreibbar, aber eine Animation macht ihn in gewisser Weise erfahrbar.
Als interaktives Medium laden Animationen zum spielerischen Entdecken ein. Sie ermöglichen den gefahrlosen Umgang mit Technik und können auf individuelle Interessen reagieren.
Wie didaktische Animationen das Lernen unterstützen
Didaktische Animationen machen unsichtbare oder komplexe Vorgänge anschaulich. Je nach Lernziel können sie unterschiedliche Funktionen übernehmen:
- Visualisierung – abstrakte Zusammenhänge sichtbar machen
- Analogie – neue Inhalte mit bekannten Modellen verknüpfen
- Exploration – Zusammenhänge selbstständig untersuchen
- Simulation – Prozesse und Wechselwirkungen realitätsnah erproben
- Interaktion und Spiel – Aufmerksamkeit und aktives Lernen fördern