Das folgende interaktive 3D-Modell zeigt eine schematische Darstellung einer Steinkohlen-Schachtanlage mit ihren wichtigsten übertägigen und untertägigen Komponenten. Durch Anklicken der farbig hervorgehobenen Objekte werden Informationen zur jeweiligen Komponente eingeblendet.
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Beschreibung
Das 3D-Modell stellt eine typische Steinkohlen-Schachtanlage dar, wie sie im Ruhrgebiet und anderen europäischen Steinkohlerevieren verbreitet war. Die Anlage umfasst sowohl die übertägigen Einrichtungen (Tagesanlagen) als auch eine vereinfachte Darstellung der untertägigen Gewinnung. Der Betrachter kann das Modell frei drehen, zoomen und schwenken, um die räumliche Anordnung der Komponenten zu erkunden.
Durch Anklicken der farbig markierten Objekte wird eine Beschreibung der jeweiligen Komponente angezeigt. So lässt sich der Materialfluss von der Kohlengewinnung im Streb über die Förderung durch den Schacht bis zur Aufbereitung in der Kohlenwäsche nachvollziehen.
Komponenten der Schachtanlage
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die im Modell dargestellten Komponenten und ihre Funktion im Betriebsablauf eines Steinkohlenbergwerks.
| Komponente | Beschreibung |
| Fördergerüst | Steht über dem Schacht und trägt die Seilscheiben für das Förderseil. Ermöglicht den vertikalen Transport von Personal, Material und Rohkohle zwischen Übertage und den untertägigen Sohlen. |
| Maschinenhaus | Beherbergt die Fördermaschine, die über ein Stahlseil die Förderkörbe oder Skips im Schacht auf- und abbewegt. |
| Kohlenwäsche | Trennt die geförderte Rohkohle vom Nebengestein anhand der unterschiedlichen Dichte in Schweretrübescheidern oder Setzmaschinen. |
| Kaue | Wasch- und Umkleidegebäude der Bergleute, unterteilt in Weißkaue (Straßenkleidung), Schwarzkaue (Arbeitskleidung) und Waschraum. |
| Wetterschacht | Dient der Belüftung des Grubengebäudes. Frischluft strömt ein und verbrauchte Luft wird abgeführt – unverzichtbar zur Verdünnung von Grubengas (Methan). |
| Wasserhaltung | Pumpen fördern das aus dem Gebirge eindringende Grubenwasser nach Übertage. Ohne sie würde das Bergwerk absaufen. |
| Kohlenhobel | Wird an einer Kette am Kohlenstoß entlanggezogen und löst schälend dünne Späne aus dem Flöz. Vorwiegend bei geringmächtigen Flözen eingesetzt. |
| Walzenschrämlader | Löst die Kohle mit rotierenden, meißelbesetzten Walzen schneidend aus dem Flöz. Bei mächtigeren Flözen eingesetzt, höhere Leistung als der Kohlenhobel. |
Interaktive Steuerung
Das 3D-Modell lässt sich mit folgenden Eingaben steuern:
- Drehen: Linke Maustaste gedrückt halten und ziehen
- Zoomen: Mausrad drehen oder Zwei-Finger-Geste auf dem Touchscreen
- Schwenken: Rechte Maustaste gedrückt halten und ziehen
- Objekt auswählen: Auf ein farbig markiertes Objekt klicken, um die Beschreibung einzublenden
Technischer Hintergrund
Der Steinkohlenbergbau erfordert ein komplexes Zusammenspiel zahlreicher übertägiger und untertägiger Betriebseinrichtungen. Die Kohle wird in den Streben – den eigentlichen Abbaubereichen – gewonnen und über Kettenförderer und Bandanlagen zum Schacht transportiert. Von dort gelangt sie mit der Schachtförderung nach übertage, wo sie in der Kohlenwäsche aufbereitet und für den Absatz klassiert wird.
Die Sicherheit untertage hängt wesentlich von der Bewetterung und der Wasserhaltung ab. Die Bewetterung versorgt die Grubenbaue mit Frischluft und verdünnt explosive Gase wie Methan (Grubengas), das natürlich in Kohleflözen gebunden ist. Die Wasserhaltung verhindert das Absaufen der tiefliegenden Grubenbaue durch das aus dem umgebenden Gebirge eindringende Grundwasser.
Hinweise zum Modell
Das 3D-Modell ist eine vereinfachte, schematische Darstellung. Eine reale Schachtanlage umfasst zahlreiche weitere Einrichtungen, darunter Werkstätten, Materialmagazine, Kompressorstationen, Umspannwerke, Gleisanlagen und Haldeneinrichtungen. Die untertägige Darstellung beschränkt sich auf die Gewinnungsgeräte im Streb und zeigt nicht den vollständigen Grubenausbau mit Strecken, Abbaustrecken und Blindschächten.