Wer Animationen erstellt, braucht Zeit, Geduld und Mut zur nachträglichen Korrektur. Hier finden Sie eine Sammlung von Design-Entscheidungen, die sich in vielen Zusammenhängen als vorteilhaft herausgestellt haben.
Vorhandene GUI nutzen
Interaktionsmöglichkeiten sollten erkennbar und nachvollziehbar sein. Nutzen Sie vorhandene und bekannte GUI-Elemente.
Signalfarben bewusst
Grundfarben haben eine Signalwirkung. Sie ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Dies gilt auch und im hohen Maße für die Farbe Schwarz. Lenken Sie Aufmerksamkeit bewusst und verwenden Sie angenehme Farben.
Farbhelligkeiten beachten
Die Fähigkeit, Farben zu unterscheiden ist nicht nur biologisch unterschiedlich ausgeprägt. Auch situationsbedingt ergeben sich Unterschiede. Reduzieren Sie die Verwechslungsgefahr. Die kann durch unterschiedliche Farbhelligkeiten geschehen.
Geschwindigkeiten reduzieren
Die optimale Geschwindigkeit einer Animation kann zu hoch angesetzt werden, wenn man selbst mit den Inhalten vertraut ist. Wählen Sie eine Geschwindigkeit, die Ihnen persönlich sehr langsam vorkommt.
Begründung: Kognitionspsychologische Forschungsergebnisse (Sweller 1999, Mayer 2001)
Inhalte ein- und ausblendbar
Die Inhalte in einer Animation können verwirrend wirken, weil Bewegungen und Farben Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die wichtigen Inhalte werden nicht beachtet. Um dieses Risiko zu reduzieren, sollten Inhalte ein- und ausblendbar sein.
Darstellungen integrieren
Elemente einer Animation, die semantisch aufeinander bezogen sind, sollten integriert werden. Eine Beschriftung sollte z.B. direkt neben dem zugehörigen Element platziert werden, nicht in einer Legende.
Zeitliche Kontrolle ermöglichen
Manchmal möchte man etwas noch einmal sehen. Integrieren Sie Play/Stop-Schaltflächen und Schieberegler in die Animation. Unterteilen Sie lange Abläufe in kleinere Segmente.
Literatur
SWELLER, John (1999): Instructional Design. Camberwell, Victoria: ACER Press (Australian Education Review 43).
MAYER, Richard E. (2001): Multimedia Learning. Cambridge [u. a.]: Cambridge Univ. Press